Psychotherapie

Psychotherapie: worauf ist bei der PKV Tarifwahl zu achten?

Leistungen für eine PsychotherapieOft gehört, nie hinterfragt. Was versteht man unter Psychotherapie? Sie definiert sich als eine Tätigkeit, die dazu dient, psychische Störungen, die eine Krankheit darstellen, zu diagnostizieren, zu lindern und zu heilen. Die Psychotherapie wenden Heilpraktiker und Psychotherapeuten an. Eine der bekanntesten und auch ältesten Methoden der Psychotherapie ist die Hypnose.

Über Freudsche Theorien in der Tiefenpsychologie geht die Beschreibung weiter zu Verhaltenstherapien, Paartherapien, Familientherapien, Fokaltherapien. Sie wird oft beschrieben als die „Lehre von der Heilung der erkrankten Seele“.

Die Situation der Psychotherapie in den Krankenversicherungen

Für die Schulmedizin gehört die Psychotherapie, die ja auch von Heilpraktikern aus geübt wird, in einen Grenzbereich der Wissenschaften. Die Wirkung solcher Maßnahmen, Therapien ist unbestritten. Darum wird sie auch von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt allerdings nur unter gewissen Voraussetzungen und Bedingungen.

So gibt es eine Obergrenze der Therapiestunden, auch darf die Behandlung nur von einem Kassenarzt durchgeführt werden. Die privaten Versicherer reagieren nicht selten nervös, wenn es um die Psychotherapie geht. Sie handeln in rein wirtschaftlichem Interesse.

Die Erfahrung zeigt nun, dass mit einer Krankheit, die mit Psychotherapie behandelt wird, in der Regel eine ganze Reihe anderer Kosten für Krankheitsbehandlungen auf den Versicherer zukommen. So wird eine ganze Reihe von Privatversicherern einen Erstvertrag rundweg ablehnen, wenn in der Vergangenheit des Patienten bereits eine psychotherapeutische Behandlung erfolgte. Die Kostenerstattungen für Psychotherapien werden häufig begrenzt, oder aber sind erst in der maximalen Tarifstufe mit sehr guten Leistungen zu haben.

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Wie wird eine Therapie in der PKV abgerechnet?

Als privat Versicherter geht man einen Dienstvertrag mit dem behandelnden Arzt oder Psychotherapeuten oder Heilpraktiker ein. Das heißt, es besteht ein direktes Vertragsverhältnis zwischen Patient und Behandler. Dieser kann also seine Tätigkeit dem Kunden direkt in Rechnung stellen.

Der wiederum wird im Rahmen der Kostenrückerstattung die Rechnung, nachdem er sie im Voraus bezahlt hat, an seinen Versicherer weiterleiten. Der entscheidet dann, ob die Leistungen durch den Tarif des Versicherten abgedeckt sind und erstattet dem Versicherungskunden seine Auslagen zurück.

Wann sollte man bei Stichwort Psychotherapie in der PKV hellhörig werden?

Wie immer sind es die Prozentangaben, die ausschlaggebend sind. Weiter sollte man auf Stichworte wie „im Rahmen der Gebührenordnung für Ärzte GOÄ“ achten. Hier ist eine Angleichung an die Richtlinien der gesetzlichen Kassen zu befürchten, was also eine starke Einschränkung bedeutet.

PKV in Bezug auf PsychotherapieEin sehr guter Tarif in der PKV in Bezug auf Psychotherapie wird sich kurz und bündig halten und auf diverse Beschränkungen verzichten. Ein solcher Tarif könnte in etwa wie folgt lauten: „Erstattet werden 100% für psychotherapeutische Behandlungen (einschließlich psychologischer Diagnostik).“

Das Leistungsspektrum ist sehr groß. Insbesondere bei den PKV-Alttarifen waren häufig schlechtere Leistungen in den Bedingungen. Erst mit den Unisextarifen wurden die Leistungen durchweg angehoben.